Die Farben der Seele -

unser inneres Potential

 

Eine Vertiefung des Bewusstseins über die Farben, begleitet von Klängen und inneren Bilder

 

21. - 22. April 2018

 

  Wie findet man einen tieferen Zugang zum Potential seiner inneren Welt? Wie kann man seine seelischen Energien und seine kreativen Kräfte klarer entwickeln?

– Ein Weg, der die sinnliche Wahrnehmung, das Fühlen und das Verstehen vereint, geht über die Farben des Lichts. Die „Sprache der Farben“, die ein Miteinander von Sehen, Spüren, Fühlen und Erkennen bedeutet, ermöglicht eine vertiefte Wahrnehmung unserer selbst und des Energiespiels des Lebens.  ◊

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Schaut man dem Leben auf den Grund und nimmt es wahr in seiner Ursprünglichkeit, so entdeckt man es als ein Kräftespiel von Kernenergien, die aufs Engste verwandt sind mit den Farben des Lichts, den Grund- und Komplementär-Farben. Auf ein-leuchtende Weise erkennt man, wie bestimmte ursprüngliche Kräfte es sind, die die Psyche, den Geist und den Körper bewegen – und wie diese Kernkräfte „übereinschwingen“ mit den Farbschwingungen des Lichtspektrums (mit Blau, Rot, Gelb, Grün, Orange, Violett).

 

Wir selbst sind die Schöpfer der Farben! Unser Auge und Gehirn verwandeln unterschiedliche Lichtstrahlen in die unterschiedlichen Farben. Nicht nur die äußere Welt erscheint uns farbig - wir selbst tragen eine eigene (verborgene) Lichtquelle in uns, die unsere inneren Farben hervorbringt. Dieses innere Licht und seine sechs Farben können unerschöpfliche energetische Ressourcen unseres seelischen und geistigen Lebens sein! 

   Wir können Farben nicht nur sehen, wir können sie auch fühlen, körperlich empfinden, denken, imaginieren, träumen, meditieren und in uns intensivieren.

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So wie das äußere LICHT sich (im Regenbogen) auffächert in seine Farben, so fächert sich auch der (verborgene) Lichtgrund des inneren Lebens auf in seine Kernkräfte, aus denen sich unser Leben auf vielfältige Weise webt. Die Farben-Kräfte der inneren Welt spiegeln sich im „bunten Leben“. Sie sind (nach Goethe) URPHÄNOMENE des Lebens; und C.G. Jung nennt die Farben „die Muttersprache des Unbewussten“. Daher schließt uns das Erleben der ‚farbigen Kernenergien’ an unsere unbewusste Ursprünglichkeit an.
Diese Kernenergien durchziehen unsere Antriebe und Emotionen, sie färben unsere Ideen und Träume, unser Fühlen und Denken, unsere Wesensnatur und unsere Begabungen. Erlebt man sich durch das Medium der Farben, so erlebt man die Kraft der URSPRÜNGLICHKEIT.


Jede der Farben-Schwingungen (der drei Grund- und drei Komplementärfarben) entspricht einer erlebbaren archetypischen Kernkraft unserer Natur. Jede gehört zu einer spezifischen Gefühls- und Erlebenssphäre, in jeder leuchtet eine Facette unserer inneren Welt auf: die Kraft des BLAU, des ROT, des GELB – und der komplementären Farben ORANGE, GRÜN, VIOLETT.

Sich auf die Farben einzulassen heißt, sie in einem Einklang mit seelischem, geistigem und körperlichem Empfinden wahr-zunehmen. Und sie auf diese Weise wachzurufen bedeutet, in den spezifischen Antriebskräften stärker zu erwachen und im Leben entschiedener „Farbe bekennen“ zu können, d.h. klarer zu fühlen und entschiedener zu handeln.

In diesen Grundenergien des Lebens sind wir unterschiedlich stark entwickelt – oder auch gehemmt. In der Begegnung mit den Farben/Kräften erleben wir uns selbst und unsere selbstschöpferischen Ressourcen. Dabei erkennen wir ein Spektrum von fundamentalen Lebensgefühlen, das vom Erleben unseres ‚inneren Raums’ bis zur entgrenzenden Transzendenz reicht; von der Verwurzelung in der eigenen Wesenskraft bis zu ich-starken Tatkraft;   von der liebenden Bindungsfähigkeit bis zur lösenden Trauer ...

Da Licht und Farbe eingebunden sind in naturgegebene Gesetze von Polarität und harmonischem Ausgleich, fördert eine vertiefende Wahrnehmung auch unseren harmonischen Umgang mit der äußeren Welt, sei es in Beziehungen, in der Kommunikation oder im Bereich kreativer Gestaltung.

Wir werden im Seminar verschiedene Erfahrunngswege gehen, um sinnlich wahr-zunehmen, in welcher Weise die Farben/Kräfte in uns wahr sind. Wir erleben sie u.a.

-  im Vertiefen in eine Fülle von (stillen oder auch berauschenden) Bildern aus Natur und Kunst   

   (ausgewählte Kreationen von Fotografen,  die auf einem großen Bildschirm erscheinen)

-  in Phantasiereisen und inneren Bildern

-  im Hören von „farbiger Musik“ (ihren spezifischen Klang-farben und Farb-tönen)

-  im Erlebnis des eigenen archetypischen 'Energiefeldes' mit seinen 'farbigen'  Räumen  

-  in Beispielen von farbsymbolischen Träumen - und in der spirituellen Dimension

-  im Blick auf unser alltägliches Lebens und die Dynamik der realen Welt


   NÄCHSTER TERMIN:  Sa/So   21. - 22. April 2018      (Beginn jeweils um 10.oo Uhr )

   ORT:  Gemeinschaftspraxis Zeitler,  München-Schwabing, Jakob-Klar-Str. 4 Rgb.

   SEMINARGEBÜHR:  € 140,oo  (mit Materialien)  -   Ermäßigung für schmale Geldbörsen auf  € 100,-    

                                                                                           (nach Selbsteinschätzung)
* ANMELDUNG: Jörg C. Zimmer, Tengstr. 26, 80798 München // TEL. 089 - 2716379

   oder über e-mail: joerg.c.zimmer@t-online.de


Fortsetzende Gedanken über:

"Die Farben des Lichts als archtypische Energien"   

 

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   „Farbe ist Kraft, und Kraft ist Leben“, mit diesem Satz hat es der Maler Emil Nolde auf den Punkt gebracht: Die Farben der Seele entsprechen archetypischen Lebenskräften.  Obwohl wir gewöhnlich in den Farben nur den ‚Abglanz der Welt’ sehen, liegt in den inneren Farben ein schöpferisches Geheimnis. Im tiefen Grunde entspringt unser Leben aus einem energetischen Schwingungsspiel von innerem Licht und seinen Farben, auch wenn wir die eigentliche Quelle des Lichts in uns kaum wahrnehmen. (Die Photonen in unseren Zellen sind die elementaren ‚Lichtträger‘ des Lebens)  

    Nur scheinbar sind die Farben in der äußeren Welt zuhause, denn sie entspringen und bilden sich letztlich in uns. Wir selbst sind es, die die Farben hervorbringen und in die Welt hineinsehen. Die Wissenschaft erklärt es uns: wir transformieren die unterschiedlichen Lichtschwingungen, die unser Auge erreichen, in unserem Inneren auf geheimnisvolle Weise in Farben. Aber wir sehen sie nicht nur, wir „erleben“ auch die Farben, wir können sie fühlen, denken, imaginieren und intensivieren. Unabhängig von dem äußeren Licht können wir Farben träumen, in Meditationen davon erfüllt sein und in Visionen davon berauscht sein. Intuitiv erleben wir sie als spezifische energetische Kräfte, die unser Leben und Fühlen auf eine bestimmte Weise färben und in Kraft setzen.  Unsere „inneren“ Augen sind daher die eigentlichen und schöpferisch sehenden.

   Wer könnte das besser schildern als ein Blinder, dem die inneren Augen aufgegangen sind. Ich meine damit Jacques Lusseyrant, den französischen Schriftsteller und Literaturprofessor, der im Alter von acht Jahren durch einen Unfall erblindete. In seiner Autobiographie „Das wiedergefundene Licht“ schreibt er:

                       „Ohne Augen war das Licht weit beständiger, als es mit ihnen gewesen war ... Ich sah eine Welt, die ganz in Licht getaucht war, die durch das Licht und vom Licht her lebte.  Auch die Farben – alle Farben des Prismas – bestanden weiterhin. Für mich – das Kind, das so gern zeichnete und malte – war das ein solch unerwartetes Fest, dass ich Stunden im Spiel mit den Farben zubrachte, und das konnte ich umso besser, als diese jetzt fügsamer waren. – Freilich waren die Farben nur ein Spiel, während das Licht für mich der Grund des Lebens war. Ich ließ es emporsteigen wie Wasser in einem Brunnen, und ich freute mich ohne Ende. - Das Sehen ist ein Grundvorgang des Lebens, der unabhängig ist von den physischen Werkzeugen, derer er sich bedient, und der unzerstörbar ist. Sehen ist eine Lebensströmung, die vor der Betrachtung eines Objekts, vor jeglicher äußeren Bestimmung in uns angelegt ist. Wenn uns das innere Licht – und damit die Farben – nicht zuerst gegeben worden wäre, könnten wir niemals die Farben der Welt bewundern. Das weiß ich seit 25 Jahren, seit ich blind geworden bin.“ 

 

Was Lusseyrant damit anspricht, ist das Phänomen der Resonanz, der „Übereinschwingung“: Das innere Licht und seine Farben treten in Resonanz mit dem äußeren Licht – darum be-geistern uns auch die „Farben der Welt“. In uns lebt ein (energetischer) Resonanzboden, der sich selbst in Schwingung versetzt und mit den Er-scheinungen der äußeren Welt in Resonanz geht. Dieses Resonanz-Phänomen meint auch die Sentenz des Farbentheoretikers Goethe, der von der Farbe als einem Urphänomen des Lebens sprach: „Wär´ nicht das Auge sonnenhaft, die Sonne könnt´ es nie erblicken. Läg´ nicht in uns des Gottes eigene Kraft, wie könnt´ uns Göttliches entzücken!“ 

 

     Die Quelle der Farben/Kräfte ist das innere LICHT (alle er-leuchteten Meister sprechen davon). Dieses Licht „bricht“ sich und fächert sich auf in das Spektrum seiner archetypischen Energien, durch die wir das differenzierte bunte Leben erleben: die Kraft des Blau, des Rot, des Gelb (die drei Grundfarben) und die (Kraft des Orange, des Grün, des Violett (die drei Komplementärfarben).

 

    Im tiefen Grunde ist unser Leben ein Farben-Energie-Spiel. Die farbigen Kernkräfte durchziehen und erfüllen uns auf allen Ebenen, seelisch, geistig, körperlich: von Kopf bis Fuß ein Energiespiel – im Fühlen, Denken, Handeln.

Je ein-leuchtender wir die Farben des Lebens zum Ausdruck bringen, desto sicherer und stärker ist unsere Ausstrahlung (- das Gegenteil nennen wir einen farblosen Menschen). Im Leben Farbe bekennen heißt soviel wie: seine ursprünglichen Talente zu entfalten und zu leben. (In manchen Farben/Energien sind wir stark, in anderen eher unterbelichtet.)

 

   Es braucht eine innere Vertiefung, um unsere schöpferische Natur zu erkennen und zu intensivieren, denn der Brunnen der schöpferischen Kräfte liegt im Dunkel des Unbewussten – wie im folgenden Traum einer Frau:

          „Ich befinde mich in einem riesigen, einsamen Park. Da begegnet mir eine schwarzgekleidete Nonne. Diese führt mich zu einer verborgenen Pforte und sagt mir, ich solle da hinuntersteigen. Nach einigem Zögern entschließe ich mich, der Frau zu gehorchen; ich überschreite die Schwelle und steige hinunter ins Dunkle; es führt eine Wendeltreppe immer tiefer und tiefer. Endlich sehe ich in der Ferne einen Lichtschein, dem ich folge. Plötzlich stehe ich vor einem großen goldenen Brunnen, der aussieht wie eine Orgel. Alles ist hell erleuchtet, eine heilige Atmosphäre. Ein Priester steht vor mir, reicht mir einen goldenen Becher und gebietet mir, daraus von dem ewig lebendigen Wasser zu trinken.“