Einladung zu einem eintägigen Seminar am Samstag, 24. Juni 2017

unter Leitung von Jörg C. Zimmer:

 

„Die schöpferische Kraft der inneren Bilder, Phantasien und Träume“

 

♦  Phantasie-Reisen und Imaginationen ♦

♦  Innere Begegnung mit archetypischen Bildern ♦

♦ Träume, Traumdeutung und Gestalttherapie mit Träumen ♦

♦  und einige Aufstellungen von den ‚Planeten‘ eines Horoskops  ♦

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„Freiheit ist nur in dem Reich der Träume“ (Friedrich Schiller)

 

  Die Entfaltung unseres Wesens und das Gefühl von innerer Freiheit leben in einem weit größeren Maße vom Träumen und Phantasieren, als es uns in einer genormten Welt bewusst wird. Das Träumen im weitesten Sinne – das sowohl die nächtlichen Träume, als auch das Tagträumen, die Imaginationen und die Visionen umschließt – ist eine schöpferische Aktivität unserer Psyche, die auf untergründige Weise unser Wesen formt und unserer inneren Welt die individuelle Gestalt verleiht.

  Bilder bilden uns: auch im Imaginieren, dem Erleben von inneren Bildern und Träumen, bilden sich unsere Begabungen, unsere Ideen, unsere Wünsche und unsere Lebensziele heraus. Alles Werden lebt auch von Bildern, die in uns Gestalt annehmen: jedes Kunst-Werk entsteht zunächst aus Phantasieentwürfen. Auch unsere Fähigkeit zu lieben hat bereits ein Vorleben im Traum. Und eine Vision ist wie ein Sprössling, den man in eine fruchtbare ‚innere Erde‘ pflanzt.

   Unser Gefühl von innerem Reichtum hängt wesentlich davon ab, wie sehr wir im Unbewussten unserer Seele zuhause sind und wie weit unser inneres Auge reicht: Denn über die Einbildungskraft lernen wir uns und unser inneres Potenzial tiefer kennen.

  Eine geläufige Erkenntnis besagt, dass wir gewöhnlich nur einen Bruchteil unserer potenziellen kognitiven Fähigkeiten entwickeln. Das gilt auch für unser imaginatives Potenzial. Wir könnten einfallsreicher, kreativer und erfindungsreicher sein, wenn wir uns mehr in unsere unbewusste Welt versenken würden.

  Denn wo man Energie hinlenkt, da wirkt sie auch!

  Unsere Phantasie- und Einbildungskraft ist einer Quelle vergleichbar, die untergründig entspringt und einen Fluss von Bildern und Vorstellungen in Kraft setzt. Wenn aber diese Quelle versiegt ist, steht das „Wasser des Lebens“ still – und der lebendige Brunnen, der in der Kindheit noch sprudelte, fühlt sich dann leer an.

 

 Unsere Psyche ist nicht ‚logisch’, sondern psycho-logisch. In der inneren Welt sehen und erleben wir uns auf eine ‚symbolische’ Weise. Im seelischen Symbol verbinden sich Bild, Gefühl und Sinn zu einem erlebbaren Sinnbild. Solche gleichnishaften Sinnbilder beleben, formen und wandeln unsere Gefühle und Ideen. Diese seelische Symbolik finden wir gespiegelt in den Bildern nächtlicher Träume, in Imaginationen, in den Märchen und Mythen oder auch in unserem Horoskop.

 

 Die archetypische Bildersprache der Psyche hat C.G. Jung einmal so beschrieben:  „Über den Intellekt hinaus gibt es ein Denken in urtümlichen Bildern, in Symbolen, die älter sind als der historische Mensch, ihm seit Urzeiten angeboren und alle Generationen überdauernd, ewig lebendig die Untergründe unserer Seele erfüllend. Volles Leben ist nur in Übereinstimmung mit ihnen möglich; Weisheit ist Rückkehr zu ihnen.“

  

  Schwerpunkt des Seminars sind geführte Phantasiereisen und Imaginationen, bei denen eine einfache Sprachführung mit einer Musikuntermalung die nötigen Impulse geben, um sich auf die eigenen inneren Eingebungen einzulassen.

Diese inneren Reisen führen uns in unterschiedliche Erlebnisräume:

- in unsere unterbewusste ‚plutonische Unterwelt‘

- in die Erlebnisräume von Liebesbeziehungen (und zu den eigenen Animus- oder   Anima-Bildern)

- in wechselnde ‚Landschaften‘ der inneren Welt

- in ‚mythische Räume' und verwandelte ‚Zeiten‘ …

 

   In solchen Traumreisen sind die begleitenden Worte nur das einfache Grundmaterial und der Anstoß, der jeden – auf seine individuelle Weise – in die eigene Erlebniswelt führt. Dabei fällt auf, dass jeder seine eigenen, oft von den vorgegebenen Szenen sehr abweichenden, Bilder erlebt. Das Überraschende dabei ist: diese ‚eigenwilligen‘ Bilder und Szenerien entsprechen stets Facetten des eigenen Horoskops! Wenn jemand das Erlebte später schildert, werfe ich einen Blick ins individuelle Horoskop und suche darin die entsprechenden symbolischen Planeten-Konstellationen. Es gibt kaum einen sinnfälligeren Weg, um die eigene archetypische (astrologische) Natur und Veranlagung zu entdecken als über die Bilder, Szenen und überraschenden Wendungen einer individuellen Imagination.

 

  Ein weiteres Seminarthema sind unsere nächtlichen Träume. Zur Einführung in die Traumtheorie werde ich auch eine Reihe von beispielhaften Träumen vorlesen, in denen die Bedeutung und die seelische Funktion der Träume deutlich werden.

  Unsere Träume sind ‚unbewusste‘ Wegbereiter von Werden und Wandlung. Hier und da werde ich anbieten, im Sinne der Gestalttherapie mit einem Traum kreativ zu arbeiten, wobei man im  imaginativen „Weiterträumen“ nicht nur den Sinn begreifen, sondern auch einige seelische „Knoten“ lösen kann.

   Je nach verbleibender Zeit werden wir auch ein paar Planetenaufstellungen eines Horoskops machen, um die archetypischen ‚Akteure‘ unserer Talente und Einbildungskraft im ‚symbolischen‘ Aufstellungsfeld vor Augen zu haben.